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Leonrod

Westlich von Dietenhofen liegt der wahrscheinlich geschichtsträchtigste und bekannteste Gemeindeteil von Dietenhofen, nämlich Leonrod. Am südwestlichen Ortstrand sieht man die Reste der ehemaligen Wasserburg, nämlich derer von Leonrod, die im 13. Jahrhundert erbaut wurde, aber 1651 niederbrannte, so dass heute nur noch die "Burgruine" mit ihren Mauerresten steht. Sie befindet sich im Privatbesitz einer Erbengemeinschaft, die auf das Haus von Leonrod zurückgeht.
1327 gestattete der Würzburger Bischof den Bau einer Kapelle beim Wasserschloss. Dieser Kapelle nahm sich dankenswerterweise Frau Martha Maria Seidel aus Nürnberg an, die diese auf eigene Initiative wieder instand setzen ließ. Schräg dahinter steht heute noch das Jägerhaus, das dem 17. Jahrhundert zugeordnet wird. Bereits in den letzten Jahren wurde damit begonnen, die Ruine zu sanieren, um wenigstens die noch bestehenden Mauerreste zu erhalten. Ebenso wurde ein kleiner See vor dem Schloss angelegt.
Die bekanntesten von Leonrod waren Wilhelm von Leonrod (Domherr und Domdekan zu Eichstätt von 1405 bis ca. 1420); Sigmund von Leonrod (Domherr zu Eichstätt um 1449) Rudolf Anton von Leonrod (russischer Obrist) Christian von Leonrod (russischer Obristleutnant), Dr. theol. Franz Leopold von Leonrod (Bischof zu Eichstätt von 1867 - 1905) sowie Leopold von Leonrod (Staatsminister der Justiz von 1887 - 1902).
Der Ort Leonrod entwickelte sich aus drei ehemals eigenständigen Orten. Das eigentliche Leonrod - 1218 als "lewenrode" erstmals urkundlich erwähnt - war das Dorf bei der Burg. "Heylingsdorff", ca. 1700 erstmals aufgeführt, lag nördlich der Bibert, "Moosdorf" südlich der Bibert. Für Heiligendorf taucht in Urkunden immer wieder die Ortsbezeichnung "Seeligendorff" (1739) auf. Ihr zufolge befand sich in diesem Ort eine eigene Kapelle. So war das heutige Leonrod zeitweise zwei verschiedenen Halsgerichten unterstanden, das südlich der Bibert liegende Leonrod und Moosdorf gehörten nach Ansbach und Heylingsdorf nördlich der Bibert nach Markt Erlbach. Im Laufe der Zeit, als die Orte mehr und mehr zusammenwuchsen, setzte sich dann der gemeinsame Ortsname Leonrod durch. Das ehemalige Moosdorf dürfte sich dort befunden haben, wo das jetzige Gasthaus steht, in deren Gebäude sich bis 1923 eine eigene Brauerei befand.

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